Über
diesen liebenswerten Beruf sollte man sich Gedanken machen. Der Wachszieher ist
einer der ältesten Handwerksberufe. Früher gehörten zu den Wachsziehern
auch noch die Lebzelter, also die Lebkuchenmacher. Heute gibt es den Lebzelter
nicht mehr, geblieben ist der Wachszieher und sein krisensicheres Produkt: "die
Kerze".
Auf Docht aufgezogen - Wachsziehen kommt ja tatsächlich
daher, dass die Kerzen gezogen werden. Auf zwei Eisentrommeln wird ein endloser
Docht aufgezogen und mit Maschinen wiederholt durch die flüssige Kerzenmasse
geführt. Der Durchmesser der Kerzen wird mit einer Stahlscheibe und konzentrisch
angeordnetem Durchlass auf die gewünschte Form fixiert. Hat der Kerzenzug
den vorgesehenen Durchmesser erreicht, wird er in einzelne Stücke geschnitten. Danach
wird die Kerze weiter bearbeitet. Es wird z.B. das obere Ende zugespitzt und zwar
durch maschinelles Kopfanfräsen. Oftmals werden die Kerzen auch noch verziert.
Diese Zierkerzen werden heute in allen Formen und Stilrichtungen angeboten und
gerne gekauft. Zierkerzen sind richtige Kunstwerke. Es gehört mit zu den
Aufgaben des Wachsbildners, diese Kerzen zu modellieren. |