Es ist das "Darmol-Männchen", welches seit über
100 Jahren mit Kerze und Papier zum Häuschen eilt. Es ist die
Reklamefigur für eine Abführschokolade der Firma Omegin
in Gottmadingen am Bodensee, von welcher wir auch die nachfolgende
Geschichte und die Veröffentlichungsrechte freundlicherweise
erhalten haben:
Der trunksüchtige Laboratoriumsdiener war
das Faktotum des ungarischen Professors V. Vamossy, der als Pharmakologe
mit der Qualitätsüberwachung ungarischer Weine beauftragt
war. Demgemäß hatte er immer einige Reagenzgläser
mit Wein herumstehen, die das Faktotum regelmäßig zu
leeren pflegte. Bei dieser Gelegenheit geriet es an Phenolphtalein,
das der Professor zur Kenntlichmachung von Tresterweinen überprüfte.
Die Wirkung auf den Verdauungstrakt des Dieners muss fürchterlich
gewesen sein. Jedenfalls notierte Vamossy, dass Phenolphtalein ein
geeignetes Abführmittel sei. Hiervon hörte der Inhaber
der Apotheke „Zum heiligen Ägidius“ in Wien-Gumpendorf.
1905 brachte er nach längeren galenischen Versuchen die Abführschokolade
Darmol auf den Markt. Dr. Ing. Adolf Schmidgall, dem es in der Familienoffizin
zu eng war, nahm den Export dieses Laxativs in die Hände und
schuf beträchtliche Absatzmärkte in Deutschland und den
Nachfolgestaaten der K. u. K.- Monarchie. Der Erfolg wurde von der
legendären Bildmarke des Darmol-Männchens mitgetragen.
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